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Informationen über Schwibbogen

Was bedeuten die Motive auf dem Schwibbogen?

Nicht alle Motive, die man auf einem Schwibbogen sehen kann haben eine Bedeutung, jedoch die ersten, die verwendet wurden, haben eigentlich alle eine tiefere Bedeutung.

Bei den neueren Schwibbögen ist häufig nur die Phantasie des jeweiligen Herstellers für die Motive verantwortlich, weshalb man eine Bedeutung dieser Motive zwar interpretieren könnte, sie aber nicht belegen kann.

Die älteren Motive sind in ihrer Bedeutung alle recht ähnlich. Die Motive der Bibelszenen müssen in der Regel nicht gedeutet werden, denn sie sind klar und unmissverständlich einfach ein Zeichen für den Glauben der Menschen in der damaligen Zeit.

Anders sieht dies mit den Motiven aus dem Leben der Bergleute und ihrer Familie aus, zu denen zum einen die Menschen gehören, aber auch die Werkzeuge die von Bergleuten verwendet wurden oder Gegenstände aus dem Alltag derer Familien. Diese Motive stehen für das harte Leben, das die Bergleute damals zu führen hatten, und mit ihnen auch ihre Familien, die zum Teil sehr darunter litten, dass sie den Vater beziehungsweise den Ehemann so selten zu sehen bekamen.

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Für dieses Leben im übertragenen Sinne stehen auch die Kerzen des Schwibbogens, die das Sonnenlicht symbolisieren, das die Bergleute nur selten zu Gesicht bekamen, da ihre Arbeitszeiten meist vor dem Aufgehen der Sonne begannen und erst nach ihrem Untergehen endeten.

Die Motive Sonne, Mond und Sterne sind auch auf diese Arbeitszeiten zurückzuführen, denn in der Regel war das letzte, was ein Bergmann vor Beginn seiner Schicht sah, der Himmel mit dem Mond und den Sternen und das Erste, das er nach Ende seiner Schicht zu sehen bekam war ebenfalls das nächtliche Firmament, die Sonne aber, nach der sich der Bergmann so sehnte, sah er selten oder gar nicht.

Die Motive, die Waldtiere zeigen stehen häufig für die Ruhe und den Frieden im Wald, für ein harmonisches Miteinander, das häufig und von vielen Menschen gewünscht wurde, aber nie wirklich praktiziert wurde. Alle anderen Motive sind eher neueren Ursprungs, und haben meist keine richtige Bedeutung, zumindest keine tiefer, als die die dargestellt ist.

Was weihnachtliche Motive bedeuten ist klar, wobei man sie zumeist auf den Schwibbögen findet, die in der Regel nur in der Weihnachtszeit aufgestellt werden, während die Bögen mit christlichen Motiven oder mit Bergarbeitermotiven auch zu allen anderen Zeiten des Jahres zu sehen sind, besonders natürlich in der Gegend, in der der Schwibbogen entstand, also im Erzgebirge.

Auch die großen Bögen, die manche Ortschaften im Freien aufgestellt haben zeigen meist keine weihnachtlichen sondern eher allgemeine Motive, schon weil es zu aufwändig wäre, die Schwibbögen zu Weihnachten aufzustellen und sie in der Zeit danach wieder abzubauen.

Motive auf dem Schwibbogen

Ein Schwibbogen wäre nur halb so schön, ohne die Motive, die ihn zieren und ihn noch schöner machen, als er in seiner Reinform schon ist. Der Schwibbogen kann im Grunde genommen mit jedem beliebigen Motiv verziert werden, denn hier ist Phantasie nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht.

Viele Menschen die Schwibbögen aus einem Hobby heraus basteln entwerfen sogar regelmäßig neue Motive, die sie dann voll Stolz präsentieren. (Bastelvorlage Schwibbogen).Die ursprünglichen Motive des Schwibbogens waren nicht annähernd so vielfältig wie sie es heute sind. In der Anfangsphase der Bögen sah man auf ihnen hauptsächlich Motive aus der Bibel, wie den Sündenfall von Adam und Eva, oder aber andere typische Bibelszenen.

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Auch Motive die aus dem Handwerk der Bergleute kamen waren sehr häufig zu sehen. Neben den Menschen die in diesem Beruf arbeiten waren auch ihre Werkzeuge abgebildet, oder aber Dinge aus dem Alltag ihrer Familien. Ein weiteres beliebtes Motiv waren die Elemente des Firmaments, also Sonne, Mond und Sterne in den verschiedensten Farben und Varianten.

Die vielen anderen Motive, die wir heute kennen, vor allem auch diejenigen, die in einem Bezug zu Weihnachten stehen sind erst nach und nach entstanden, praktisch mit der Verbreitung des Schwibbogens. Je weitere dieser sich verbreitete, desto vielfältiger wurden die Motive. Die einen verwendeten je nach Region Motive die charakteristisch für ihre Gegend waren, die anderen, die es sich zum Hobby gemacht hatten, Schwibbögen zu basteln und Motive für diese zu erdenken ließen praktisch keinen Wunsch offen.

Von Motiven aus der Flora und Fauna, unter denen Waldtiere besonders beliebt waren, bis hin zu Menschen, im speziellen Kindern und Häusern war alles als Motiv für einen Schwibbogen denkbar. Viele ließen ihrer Phantasie bei der Gestaltung freien Lauf und erdachten manchmal sogar Motive, die keinen Namen haben, da es sie eigentlich nur in der Phantasie des Schöpfers gab.

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Unter den weihnachtlichen Motiven, die heute überall am weitesten verbreitet sind waren Tannenbäume am beliebtesten, aber auch schneebedeckte Häuser und Kinder, die vor Geschenken sitzen sind keine Seltenheit und werden gerne gesehen.

Welche Motive am begehrtesten sind ist schwer zu sagen, da jedem etwas anderes gut gefällt, aber inzwischen möchten immer mehr Menschen eines der ursprünglichen Motive aus dem Bergbau oder eine der Bibelszenen auf ihren Schwibbogen haben, da inzwischen wieder mehr auf die uralte Tradition des Schwibbogens zurückgesehen wird und viele sich wieder ins Gedächtnis rufen, für was er früher einmal stand, und das er eigentlich gar kein typisches Weihnachtsdekorationsstück war.