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Informationen über Schwibbogen

Was symbolisiert ein Schwibbogen?

Wie die meisten anderen Dinge auch steht der Schwibbogen für etwas Bestimmtes und hat auch eine symbolische Bedeutung.

Der Schwibbogen stand lange Zeit für das Sonnenlicht, das die Bergarbeiter in den früheren Zeiten manchmal über Wochen nicht zu Gesicht bekamen, da ihre Arbeit vor nach des Tages begann und erst nach Einbruch der Dunkelheit endete, besonders im Winter war dies häufig der Fall, aber auch im Sommer konnte es durchaus vorkommen, da die Bergleute ein hartes Leben führten und viel Arbeiten mussten.

Auch die Motive auf den ursprünglichen Modellen der Schwibbögen repräsentierten häufig Sonne, Mond und Sterne, was für das Sonnenlicht stand, nach dem sich die Bergleute sehnten und für das Licht von Mond und Sternen, das sie sahen. Häufig waren Motive auf den Schwibbögen zu finden, die aus dem Handwerk stammten, zum Beispiel typische Werkzeuge von Bergleuten oder aber Dinge, die mit dem Alltag derer Familien zusammenhingen.

All diese Motive repräsentieren das schwere Leben, dass diese Menschen führen mussten und mit ihnen auch ihre Angehörigen, denn die Kinder sahen ihre Väter manchmal kaum, da sie noch oder schon im Bett waren wenn diese zur Arbeit gingen oder nach hause kamen. Auch die Ehefrauen der Bergleute litten häufig unter dem Beruf des Mannes, da auch sie nur seltenst in den Genuss der Gesellschaft des Partners kamen.


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Der Schwibbogen war ursprünglich kein typisches Symbol für Weinachten, sondern viel mehr für die Problematik der damaligen Zeit, die nur schwer oder gar nicht zu lösen war, da die Bergleute dringend gebraucht wurden und auch ihre Arbeitszeiten durch nichts zu verkürzen waren, denn die von ihnen geförderten Materialien wurden in allen Bereichen des Lebens dringend und unbedingt gebraucht und zwar in solchen Mengen, wie man sie nur fördern kann, wenn viele Menschen über lange Zeiträume arbeiten und diesen Dienst tun.

Der Anblick eines Schwibbogens gab vielen Menschen Hoffnung auf ein anderes besseres Leben oder wenigstens auf eine Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen und der Arbeitsbedingungen der Bergleute, die sich teilweise bis zum Rande des Todes quälten bei ihrer harten Arbeit, die ihre ganze Kraft forderte und sie bis an die Erschöpfung auslaugte. Der Schwibbogen stand lange Zeit für das Leben der Bergleute, bis seine Bedeutung sich etwas veränderte und er irgendwann nur noch in der Weihnachtszeit in den heimischen Räumen auftauchte.

Was bedeuten die Motive auf dem Schwibbogen?

Nicht alle Motive, die man auf einem Schwibbogen sehen kann haben eine Bedeutung, jedoch die ersten, die verwendet wurden, haben eigentlich alle eine tiefere Bedeutung.

Bei den neueren Schwibbögen ist häufig nur die Phantasie des jeweiligen Herstellers für die Motive verantwortlich, weshalb man eine Bedeutung dieser Motive zwar interpretieren könnte, sie aber nicht belegen kann.

Die älteren Motive sind in ihrer Bedeutung alle recht ähnlich. Die Motive der Bibelszenen müssen in der Regel nicht gedeutet werden, denn sie sind klar und unmissverständlich einfach ein Zeichen für den Glauben der Menschen in der damaligen Zeit.

Anders sieht dies mit den Motiven aus dem Leben der Bergleute und ihrer Familie aus, zu denen zum einen die Menschen gehören, aber auch die Werkzeuge die von Bergleuten verwendet wurden oder Gegenstände aus dem Alltag derer Familien. Diese Motive stehen für das harte Leben, das die Bergleute damals zu führen hatten, und mit ihnen auch ihre Familien, die zum Teil sehr darunter litten, dass sie den Vater beziehungsweise den Ehemann so selten zu sehen bekamen.

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Für dieses Leben im übertragenen Sinne stehen auch die Kerzen des Schwibbogens, die das Sonnenlicht symbolisieren, das die Bergleute nur selten zu Gesicht bekamen, da ihre Arbeitszeiten meist vor dem Aufgehen der Sonne begannen und erst nach ihrem Untergehen endeten.

Die Motive Sonne, Mond und Sterne sind auch auf diese Arbeitszeiten zurückzuführen, denn in der Regel war das letzte, was ein Bergmann vor Beginn seiner Schicht sah, der Himmel mit dem Mond und den Sternen und das Erste, das er nach Ende seiner Schicht zu sehen bekam war ebenfalls das nächtliche Firmament, die Sonne aber, nach der sich der Bergmann so sehnte, sah er selten oder gar nicht.

Die Motive, die Waldtiere zeigen stehen häufig für die Ruhe und den Frieden im Wald, für ein harmonisches Miteinander, das häufig und von vielen Menschen gewünscht wurde, aber nie wirklich praktiziert wurde. Alle anderen Motive sind eher neueren Ursprungs, und haben meist keine richtige Bedeutung, zumindest keine tiefer, als die die dargestellt ist.

Was weihnachtliche Motive bedeuten ist klar, wobei man sie zumeist auf den Schwibbögen findet, die in der Regel nur in der Weihnachtszeit aufgestellt werden, während die Bögen mit christlichen Motiven oder mit Bergarbeitermotiven auch zu allen anderen Zeiten des Jahres zu sehen sind, besonders natürlich in der Gegend, in der der Schwibbogen entstand, also im Erzgebirge.

Auch die großen Bögen, die manche Ortschaften im Freien aufgestellt haben zeigen meist keine weihnachtlichen sondern eher allgemeine Motive, schon weil es zu aufwändig wäre, die Schwibbögen zu Weihnachten aufzustellen und sie in der Zeit danach wieder abzubauen.