Lange Zeit war der Schwibbogen nur in seiner Heimatstadt, Johannesorgenstadt, beziehungsweise im Erzgebirge zu sehen, wo er nicht nur seinen Ursprung hat sondern sich auch nach wie vor der größten Beliebtheit erfreut.
Hier ist der Schwibbogen auch heute noch am stärksten verbreitet und am häufigsten anzutreffen. Doch schon bald begannen die grazilen Lichterbögen ihren Siegeszug um die Welt und wurden mehr und mehr zu kleinen Berühmtheiten.
Die Beliebtheit des Schwibbogens wuchs von Jahr zu Jahr an, und immer mehr Menschen begannen sich ihre Räumlichkeiten mit ihnen zu dekorieren, besonders in der Weihnachtszeit und im Advent, aber auch Ortschaften stellten riesige Schwibbögen auf, nach dem Vorbild von Johannesorgenstadt.
Bald begannen sich viele Menschen in der Herstellung der schönen Bögen zu versuchen, viele machten diese zu ihrem Hobby, während wiederum andere ganz Vereine gründeten, die einzige der Herstellung der verschiedensten Schwibbögen dienten. De Verzierungen und Dekors wurden vielfältigen und unterschieden sich von Region zu Region immer mehr, weil vielerorts Motive verwendet wurden, die im direkten Bezug zu dem jeweiligen Ort standen.
Der Schwibbogen war bald nicht nur über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt und beliebt sondern sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus, denn auch in vielen anderen Ländern wie England und Amerika verwendete man die Bögen nun. Besucher des Erzgebirges die ihren Urlaub hier verbrachten erwarben Schwibbögen, um sie als Erinnerung mit nach hause zu nehmen und den Lieben zu präsentieren oder brachten die Bögen als kleine Geschenke für die Bekannten und Verwandten mit. Schon bald wusste jeder was ein Schwibbogen war und viele versuchten die kleinen Bögen auch selbst zu fertigen, da sie nicht ins Erzgebirge fahren wollten, nur um dort einen solchen Bogen zu kaufen.
Bald schon fanden sich Handwerker, die Gefallen an den Stücken fanden und die Produktion starteten. Schon konnte man die Bögen nicht mehr nur im Erzgebirge erwerben oder selbst basteln (Sägeanleitung Schwibbogen) , sondern auch an anderen Orten der Welt kaufen, von dort ansässigen Handwerkern, die die Bögen fertigten und nach ihrem eigenen Geschmack verzierten und sie mit neuen Motiven ausstatteten, die man im Erzgebirge so noch nicht fand.
Der Schwibbogen erfreute sich immer größerer Beliebtheit und auch heute noch sind die Lichterbögen sehr beliebt, besonders bei Menschen, die sich solche in die Fenster stellen oder den Tisch ihres Wohnzimmers mit einem Schwibbogen dekorieren. Nicht jeder kennt die genaue Bezeichnung dieses Bogens, viele haben sogar einen eigenen Namen für den Schwibbogen, aber eigentlich jeder in Deutschland und die meisten Menschen im Ausland kennen den Schwibbogen in einer seiner zahlreichen Gestalten und unter einem seiner vielen Namen.